Paleo, Low Carb, Atkins – alles schon mal gehört! Vor allem Personen, die dem schnellen Abnehmerfolg hinterher jagen und so von einer Diät zur nächsten wechseln, finden sich in den vorgenannten Programmen wieder.

Doch in letzter Zeit schwenken viele weg von diesen Ernährungsweisen, die allesamt die Sichtweise beinhalten, dass nicht Fett fett macht, sondern Kohlenhydrate, was ja sich ja eigentlich schon unlogisch anhört. High Carb ist nun die Devise. Doch wer denkt, „ach, schon wieder so ein Hype, auf den sich zuerst alle stürzen bis der nächste Trend um die Ecke kommt“, dem seien einige Hintergrundinfos an die Hand gegeben.

Was ist High Carb?

Richtig ausgedrückt müsste es eigentlich High Carb Low Fat heißen. Jemand, der sich so ernährt, bezieht den Großteil seiner Kalorienzufuhr aus Kohlenhydraten und nimmt so wenig Fett wie möglich (und so viel wie nötig) zu sich. Die meisten High Carber sind Veganer, da tierische Produkte meist einen sehr hohen Anteil Fett haben.

Warum High Carb?

Alle menschlichen Zellen brauchen Energie, um richtig funktionieren zu können. Die schnellste Energiequelle ist Zucker, also Kohlenhydrate. Wenn der Körper immer genügend Kohlenhydrate zur Verfügung hat, kann immer Energie hergestellt werden und wir fühlen uns fit und strotzen vor Kraft. Fett ist ebenfalls eine Energiequelle, doch im Laufe der Evolution war sie stets dazu gedacht, in Zeiten von Hungersnöten ein Depot zu sein, dass angezapft wird, wenn der Körper nichts zu essen bekommt und die Zuckerspeicher im Körper aufgebraucht sind. Wenn wir aber unserem Körper stets vor allem kohlenhydratreiche Lebensmittel zuführen, hat er immer eine leicht zugängliche Energiequelle und braucht/kann keine Fettdepots anlegen.

Was isst man denn da?

Lebensmittel mit einem hohen Kohlenhydratanteil sind ausschließlich pflanzlicher Natur. Typisch für ihren hohen Anteil sind Bananen, Kartoffeln und Reis. Auch Hartweizennudeln beinhalten sind high carb. High Carber greifen vor allem nach Obst, da dies einen hohen Kohlenhydratanteil hat, was man auch an der Süße der Früchte schmeckt. Zu high carb Obst neben Bananen zählen auch Datteln, Mangos, Ananas und Trauben, sowie Äpfel, Birnen und Feigen.

Welche High Carb Varianten gibt es?

Obst steht also im Mittelpunkt der High Carb Ernährung. Komplementieren kann man die Obstmahlzeiten mit gekochten stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Reis und Pasta oder anderem Getreide wie Bulgur, Hirse und Couscous. Dazu sollte man auch eine große Portion Gemüse essen, da dies viele Mikronährstoffe enthält. Rohes Obst und Gemüse und gekochtes Essen kann man auf verschiedene Arten miteinander kombinieren. Die meisten High Carber sind Anhänger der RawTill4 oder der Starch Solution Ernährung. Wer sich nur von rohen high carb Lebensmitteln ernährt, ist meist der 801010 Ernährung zuzuordnen.

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