Dieser Beitrag geht im Wesentlichen darum, wie man im Allgemeinen und im Rahmen einer veganen Ernährungs- und Lebensweise im Spezifischen seine Fruchtbarkeit kontrollieren kann. Vor allem soll es darum gehen, wie man vegan und gesund schwanger werden kann.

1. Hormonelle Verhütung

Unter den Verhütungsmethoden gehört die Antibabypille wohl zu eine der meist genutzten. Was man aber bei einer hormonellen Verhütung wissen muss, liegt eigentlich in der Natur der Sache. Wie der Name schon verrät, wirkt diese Art der Verhütung hormonell. Das heißt, dass Hormone in den weiblichen Körper abgegeben werden, um den Eisprung zu unterdrücken und somit einer Schwangerschaft vorzubeugen. Somit geht auch ein erheblicher Eingriff in den körpereigenen Hormonhaushalt von Statten. So berichten viele Frauen, dass ihr Körper nach dem Absetzen der Pille durcheinander gerät. Der Körper muss erst wieder lernen, dass nicht mehr künstlich von außen Hormone zugeführt werden. Deshalb kann es auch nicht selten vorkommen, dass es mitunter einige Monate dauert, bis wieder ein geregelter Zyklus entsteht und eine Frau ihre Periode bekommt. Es macht Sinn, dass es die Familienplanung und die Fortpflanzung erheblich erleichtert, wenn ein regelmäßiger Zyklus vorhanden ist. Deshalb sollte am besten gar nicht erst zu hormonellen Verhütungsmethoden gegriffen werden, beziehungsweise diese rechtzeitig vor Beginn der aktiven Familienplanung abgesetzt und unter Umständen auf andere Verhütungsmethoden zurück gegriffen werden.

2. Ausreichende Kalorienzufuhr

Frauen, die vegan schwanger werden möchten, sollten auf eine ausreichende Kalorienaufnahme achten. Vegane Lebensmittel haben zumeist eine viel geringere Nährstoffdichte als tierische Lebensmittel. Das heißt, dass vegane Lebensmittel pro Gewichtseinheit weniger Kalorien haben als tierische. Ein Kilogramm Salat hat natürlich erheblich weniger Kalorien als ein Kilogramm Fleisch. Es sollte aber natürlich dennoch darauf geachtet werden, dem Körper genügend Kalorien zu geben, damit er gut funktionieren kann. Denn ein gut funktionierender Körper ist fruchtbar. Wenn der Körper in einem Hungermodus ist, weil er zu wenig Kalorien und Nährstoffe bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine (erfolgreiche) Schwangerschaft niedrig. Der Körper misst der Selbsterhaltung eine höhere Wichtigkeit zu als der Reproduktion. Erst muss der eigene Körper in Balance sein, damit er sich auf das Schwangerwerden und Schwangersein konzentrieren kann.

3. Genügend Nährstoffe

Quelle: http://www.peta.de/gesundemama#.VsH2vFm1eFY

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Dies geht eigentlich mit dem zuvor genannten Punkt ausreichend Kalorien einher. Der eigene Körper muss gut mit Nährstoffen versorgt sein, damit eine gesunde Schwangerschaft ablaufen kann. Wer wenig Kalorien aufnimmt, läuft Gefahr, auch zu wenig Nährstoffe aufzunehmen. Generell lässt sich sagen, dass die meisten Veganer besser mit Nährstoffen versorgt sind als Allesesser, weil pflanzliche Lebensmittel von Natur aus mehr Nährstoffe enthalten. Dennoch gibt es gewisse Nährstoffe, die man (nicht nur als Veganer) vielleicht nicht ausreichend aufnimmt. Zu diesen Nährstoffen gehören Vitamin B12 und Vitamin D. Auch Eisen kann ein Thema sein oder im Laufe der Schwangerschaft werden, denn schwangere Frauen haben einen höheren Eisenbedarf. Wer sich nicht sicher ist, wie es um die Nährstoffversorgung bestellt ist, kann Vitamin B12 und D, sowie den Eisenwert beim Arzt testen lassen. Dies kann man auch bei der Frauenärztin machen lassen. Wer die eigene Fruchtbarkeit und die gesunde Entwicklung des ungeborenen Babys in den ersten Monaten noch zusätzlich fördern will, sollte auf eine gesteigerte Zufuhr von Folsäure und auch Zink achten. Folsäure steckt in großen Mengen in Hülsenfruchten (Bohnen, Erbsen) und grünem Blattgemüse (Spinat, Grünkohl).

4. Gesunde Lebensweise im Allgemeinen

Wie bereits erwähnt, sollte der weibliche Körper erst für sich gut funktionieren, bevor er sich auf eine Schwangerschaft einlässt. Denn ein gesundes Baby wächst am besten in einem gesunden Mamakörper. Man sollte also zuallererst viele gesunde Lebensmittel essen und trinken. Als Grundlage der Ernährung sollten süßes und reifes Obst (Bananen, Mangos, Papayas, Datteln) und stärkehaltige Lebensmittel (Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Vollkornnudeln, Haferflocken) stehen, denn diese sind gesunde Kalorienlieferanten. Für den so wichtigen Nährstoffkick brauchen wir alle anderen Gemüse. Vor allem Blattgemüse sind vollgepackt mit wichtigen Nährstoffen und Hülsenfrüchte versorgen uns mit Eiweiß, Eisen und wichtigen B-Vitaminen.

Neben einer ausreichenden Kalorienaufnahme und Nährstoffzufuhr sind weitere gesundheitsfördernde Faktoren nicht außer Acht zu lassen. Alles, was nachhaltig den Stoffwechsel pusht, fördert auch die gesamte Gesundheit. Man muss nicht jeden Tag joggen oder ins Fitnessstudio gehen, darf dies aber natürlich gerne. Auch schnelle Spaziergänge an der frischen Luft oder am Abend oder am Wochenende ins Schwimmbad gehen und ein paar Bahnen schwimmen tun schon Wunder. Auch die ungeliebte Haus- und Gartenarbeit kann man sich schön reden, indem man weiß, dass diese unweigerlich Bewegung mit sich bringt. Wenn draußen die Sonne scheint, sollte man dies ausnutzen und sich draußen bewegen oder sich einfach nur in die Sonne setzen. Das kurbelt die körpereigene Vitamin D-Produktion an und macht nebenbei noch glücklich.

5. Positive Haltung

Wer denkt, dass die Fruchtbarkeit lediglich von rein körperlichen Faktoren abhängig ist, liegt falsch! Eine positive und vor allem entspannte Grundhaltung und ein gewisses Maß an Optimismus ist unabdingbar. Es ist unglaublich, wie sehr unser Gemütszustand und die Beschaffenheit der Seele zu scheinbar rein physischen Auswirkungen beitragen. Viele Frauen und Paare verfallen in regelrechten Stress, wenn es darum geht, dass sie gerne ein Baby bekommen möchten. Es werden allerhand verschiedene Methoden ausprobiert, die die Empfängnis optimieren sollen, und wenn die dann ungeliebte Regeblutung doch eintritt und somit klar ist, dass es für diesen Monat nicht geklappt hat, bekommen nicht wenige Frauen an Depressionen grenzende schlechte Laune. Zweifel an der eigenen Fruchtabrkeit, der Fruchtbarkeit des Partners, sogar der Eignung als Eltern oder Mutter kommen manchmal auf. Diese Gedanken haben aber dort nichts verloren, wo ein Baby entstehen soll. Sie blockieren nur und führen dazu, dass es unter Umständen weiterhin nicht klappt. Eine optimistische Einstellung und eine entspannte Haltung tragen direkt zu einem Körper bei, der bereit zur Empfängnis ist und pushen somit die Fruchtbarkeit.

Quelle Titelbild: shutterstock.de, Evgeny Atamanenko

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